Luftplasmaschneider
Die tragbaren, leistungsstarken und unglaublich vielseitigen Luftplasmaschneider werden zum Schneiden, Fugenhobeln und Markieren von Metall in Leichtmetallanwendungen mit Hand- oder Maschinenbrennern eingesetzt, zum Beispiel in einer CNC-Plasmaschneidanlage. Für Metallarbeiter, die einfach und zuverlässig Metall mit Stärken bis zu 38 mm (1-1/2′′) fräsen und fugenhobeln müssen. Entdecken Sie unsere Produktlinie.
Konventionelles Einfachgas-Plasma
Bei einem herkömmlichen Einfachgas-Prozess strömt komprimiertes Gas zwischen Elektrode und Düse. Der negativ geladene Kontakt (Elektrode) initiiert den Plasmalichtbogen zur Düse, woraufhin der Pilotlichtbogen zum positiv geladenen Kontakt (Werkstück) gebildet wird. Der Lichtbogen lädt das Gas auf und regt die Elektronen an, wodurch das Gas ionisiert und in ein sogenanntes Plasmagas umgewandelt wird. In diesem Zustand wird das ionisierte Gas zum Plasma (dem vierten Aggregatzustand der Materie) und kann zum Schneiden von Metall verwendet werden. Das Gas selbst trägt auch zur Kühlung des Brenners und zum Abblasen der Hitze des geschmolzenen Metalls von der Schneidstelle bei, was die Bart- und Schlackebildung reduziert. Normalerweise wird Druckluft verwendet, deren Nutzung kostengünstig und vielseitig ist, in der Regel in handgeführten Plasmaschneidgeräten wie unseren Powermax Plasmaschneidern – vom 30-A- bis hin zum 125-A-Plasmaschneider. Der Plasmaschneider Powermax30 AIR ist äußerst vielseitig und wird praktischerweise mit einem integrierten Luftkompressor geliefert.
Zweigas-Plasma
Die Grundlagen dieses Prozesses sind denen des Einzelgas-Plasmaprozesses sehr ähnlich. Es wird ebenfalls Plasmagas eingesetzt, allerdings mit noch einem zweiten Gasstrom dazwischen

zwischen Düse und Schutzschild eingeleitet wird. Der zweite Gasstrom wird auch als „Schutzgas“ bezeichnet. Obwohl der Einsatz von Luft als Schutzgas möglich ist, werden auch andere Gasarten verwendet: Stickstoff (am besten für rostfreien Stahl) oder eine Argon-Wasserstoff-Mischung (am besten für höhere Materialstärken oder hochlegierte Metalle). Die Leistungsvorteile des Sekundärgases reichen von einer verbesserten Sauberkeit der Schnitte (geringere Bartbildung) über eine erhöhte Schnittgeschwindigkeit bis hin zu einer verlängerten Lebensdauer des Brenners (durch bessere Kühlung). Außerdem trägt das Sekundärgas dazu bei, den Schnitt vor Oxidation zu schützen.
High-Definition-Plasmaschneiden

Dieser Plasmatyp wird manchmal als Hochpräzisionsplasma bezeichnet und bietet eine außergewöhnliche Schnittqualität mit schnellen Schnittgeschwindigkeiten und niedrigen Betriebskosten in Produktionsumgebungen mit hohem Produktionsvolumen.
Bei diesem Prozess wird durch eine spezielle Düsenkonstruktion ein schmalerer Lichtbogen und eine erhöhte Energiedichte erreicht. Aufgrund der hohen Lichtbogenenergie ergeben sich beim High-Definition-Plasmaschneiden eine ausgezeichnete Schnittqualität bei leitfähigen Materialien mit einer Stärke bis zu 50 mm sowie eine ausgezeichnete Schnittkantenwinkligkeit, eine schmalere Fuge und höhere Schnittgeschwindigkeiten als bei der konventionellen Plasmaschneidtechnologie. Bei diesen Anlagen ist eine Schneidteilgenauigkeit im Toleranzbereich von +/- 0,25 mm nicht unüblich.
Die High-Definition-Plasmaschneidanlagen von heute ermöglichen ein hohes Automatisierungsniveau und werden speziell und ausschließlich für automatisierte Anwendungen entwickelt. Bei den fortschrittlichsten Anlagen ist nahezu der gesamte Erfahrungsschatz des CNC-Anlagenbedieners (den es bei älteren Plasmaanlagen für eine gute Schnittqualität braucht) in der CAM-Software enthalten, die den täglichen Schneidbetrieb verwaltet.
Mit einem hochauflösenden Plasmaschneider ist es möglich, runde Löcher zu schneiden, die praktisch keinen Konus haben – bei Verwendung von Technologien wie TrueHole (Teil der Hypertherm SureCut-Suite) und mit einer Anpassungsfunktion für Tischbewegung und THC-Steuerung. Die Kanten sind rechtwinklig zur Oberfläche, verfeinert und bartfrei. Die Zykluszeit von einem Schnitt zum nächsten ermöglicht ein höheres Produktivitätsniveau als bei herkömmlichen Plasmaarten. Eine einzige Plasmaanlage kann mit ein und demselben Plasmabrenner Materialien in einem sehr breiten Stärkenbereich schneiden: von sehr dünnen Blechen bis zu einer Materialstärke von mehr als 182 mm. Der Plasmabrenner kann die Platte durch ein und dieselbe Düsenöffnung schneiden und markieren. Der Schneidprozess verläuft bei dickeren Metallen und bei Fasenschneidanwendungen schneller als beim Autogen- und Laserschneiden.
Plasmaschneiden in X-Definition-Qualität
X-Definition®-Plasmaschneiden ist die neuste und modernste Plasmaschneidtechnologie der Branche, die neue Maßstäbe für die Schnittqualität und Einheitlichkeit bei unlegiertem Stahl/kohlenstoffarmem Stahl setzt. Sie erweitert außerdem den Anwendungsbereich des bahnbrechenden High-Definition-Prozesses von Hypertherm auf eine breite Palette von Anwendungen bei nicht eisenhaltigen Materialien.
Wenn X-Definition-Plasma auf einer hochwertigen automatisierten Schneidmaschine eingesetzt wird, erreichen Sie eine so präzise Winkligkeit der Kanten, wie sie sonst nur beim Laserschneiden möglich ist: eine Qualität bis zum ISO-9013-Bereich 2 bei dünneren Materialien bzw. Bereich 3 bei dickeren leitfähigen Metallen, bei noch einheitlicherer Schnittqualität.
Beim High-Definition-Plasmaschneiden, einschließlich des oben erwähnten HPR, können außer Luft noch andere Gase verwendet werden, wie zum Beispiel Stickstoff (am besten für rostfreien Stahl und Aluminium), Argon (am besten für Nichteisenmetalle), Wasserstoff (häufig im Gemisch mit Argon zum Schneiden von dickem rostfreiem Stahl oder Aluminium) und Sauerstoff (am besten zum Schneiden von unlegiertem Stahl/kohlenstoffarmem Stahl).
X-Definition ist mehr als nur eine Design-Innovation. X-Definition umfasst eine Reihe von erweiterten Schneidtechnologien/Schneidmethoden.
Zusätzliche, erweiterte Schneidtechnologie innerhalb von X-Definition
HyFlow Vortex oder Vented Nozzle Technology
Eine einzigartige, zweiteilige belüftete Düsenkonstruktion, die den Plasmalichtbogen ausrichtet und fokussiert, um eine erhöhte Lichtbogenstabilität und Energiedichte zu erreichen. Sie macht es möglich, dass die Kantenqualität bei jedem Stahl (einschließlich legiertem Stahl) und bei Aluminium sauberer, schärfer und einheitlicher ausfällt.
Wassereinspritzung (Vented Water Injection, VWI)
Zum Patent angemeldetes Verfahren mit belüftetem N2-Plasmagas und H2O-Sekundärgas für geringere Winkligkeit und rechtwinkligere Schnittkanten bei Aluminium und rostfreiem Stahl.
Vent-to-Shield
Technologie, bei der Wasserstoff aus dem belüfteten Plasmagas zurückgewonnen und mit dem Sekundärgas gemischt wird, was bei rostfreiem Stahl von bis zu 12 mm Stärke die Ausprägung des Winkels verringert und für eine einheitlichere Kantenfarbe sorgt.
Plasma Dampening
Zum Patent angemeldete Technologie, bei der eine Kammer in die Düse eingefügt wird, um die Druck- und Durchflussfluktuationen zu absorbieren, die beim Schneiden mit niedrigerer Stromstärke und stark eingeschnürten Lichtbögen für Anwendungen bei dünnem rostfreiem Stahl den Lichtbogen instabil machen. Hierdurch werden Wellen und ungleichmäßige Schnittflächen eliminiert.
Cool Nozzle™
Zum Patent angemeldetes Feature beim 300-A-Sauerstoffprozess, durch das Kühlflüssigkeit direkt durch die Düsenöffnung geschickt wird, was die Schnittqualität über die Standzeit der Verschleißteile um mehr als 40 % verbessert.
Verbesserte Lichtbogen-Stabilität
Eine Technologie, die das Auftreffen des Sekundärgases verändert, um die Stabilität des Lichtbogens zu verbessern, wenn dieser aus einem gestochenen Loch oder einem spitzen Winkel kommt. Dies reduziert die Einfahrtslängen und sorgt für präzisere Schnitte und eine verbesserte Schnittqualität.
Entdecken Sie unsere Produktlinie X-Definition.