Ganz gleich, welches automatisierte Schneidverfahren Sie verwenden, die Schritte von einer Idee zu einem fertigen Objekt bleiben gleich.

Schritt 1:

Erstellen Sie ein dreidimensionales Modell am Rechner oder eine zweidimensionale CAD-Zeichnung des Objekts

3D-CAD-Softwarepakete werden in der Regel für die Modellierung von Teilen verwendet; das Modell kann aus einem Stück oder einer ganzen Baugruppe bestehen. Sie können das Teil auch mithilfe einer CAD-Software für zweidimensionale Modelle modellieren. Beide Optionen können beim Prozess zur Erstellung eines automatisierten Schneidvorgangs eingesetzt werden. Am Ende dieses Schritts erhalten Sie ein maßgerechtes 3D-Modell oder eine 2D-Zeichnungsdatei.

Schritt 2:

Importieren Sie das 3D-Modell oder die 2D-CAD-Zeichnung in Ihre CAM-Software für die rechnergestützte Fertigung.

Die CAM-Software ist vor allem dafür zuständig, das 3D-Modell oder die CAD-Zeichnung, die in Schritt 1 erstellt wurden, in Schneidanweisungen zu konvertieren, die die Anlage verstehen und umsetzen kann. Sie steuert die Anlagenwerkzeuge, die beim Fertigungsprozess eingesetzt werden, und legt die Bewegungsvoraussetzungen und Schneidparameter für das Teileprogramm fest.

Frühe CAM-Softwareversionen waren lediglich Postprozessoren, die Start-, Stopp- und Bewegungsbefehle generierten, um das Teil gemäß einer 2D-CAD-Zeichnung auszuschneiden. Heutige CAM-Softwareprodukte automatisieren manuelle Aufgaben in der Arbeitsumgebung, beschleunigen die übergreifende Geschwindigkeit und Effizienz der Software, und verwenden integrierte Maßnahmen zur Qualitätsprüfung. Das Prozesswissen wird direkt ins Teileprogramm integriert, sodass durchgehend eine hohe Qualität bei minimalem Eingreifen durch den Bediener erreicht wird. Das umfasst das Layout der Teile auf dem Werkstück, die so genannte „Verschachtelung“, die eine Optimierung von Bewegungspfad und Schneidverfahren zur Folge hat.

Schritt 3:

Erzeugen Sie mithilfe des Modells oder der Zeichnung, die Sie importiert haben, ein Schneidprogramm.

Wurden die gewünschten Formen verschachtelt und in Schneidanweisungen (d. h. Maschinensprache) konvertiert, dann kann ein Teileprogramm ausgegeben und zum Schneiden gespeichert werden.

Basisprogramme enthalten Anweisungen, die vorgeben, wann, wohin und wie schnell die Anlage sich bewegt. Fortgeschrittenere Programme enthalten eingebettete Informationen, die jeden Auftrag so optimieren, wie es ein erfahrener Bediener tun würde. Das eingebettete Wissen unterstützt die CNC automatisch dabei, Durchflussmenge, Druckeinstellungen, Länge und den Zeitpunkt der Ein- und Ausfahrten, die Schneidrichtung, die Reihenfolge beim Schneiden der Teile, die Höhensteuerungsbefehle, Schnittgeschwindigkeit und andere Prozessparameter festzulegen.

Schritt 4:

Laden Sie das Programm in Ihre CNC und starten Sie den Schneidvorgang.

Eine rechnergestützte numerische Steuerung (computer numerical control, CNC) ist mit der Schneidanlage verbunden und besteht gewöhnlich aus einer Mensch-Maschine-Schnittstelle (human machine interface, HMI) und einer internen Datenverarbeitungseinheit. Zwar werden CNC-Steuerungen in verschiedenen Größen und unterschiedlichen Komplexitätsstufen angeboten. Ihre Aufgabe besteht im Grunde genommen jedoch darin, Bewegungsbefehle und andere relevante Anweisungen für die Antriebsmotoren/-verstärker des Tischs, sowie für das Schneidwerkzeug und sonstiges Zubehör bereitzustellen.

Die CNC-Software wird durch Eingaben über die Bedienkonsole gesteuert, liest die Anweisungen aus dem Teileprogramm, und führt alles aus, indem sie Signale zur Steuerung des gesamten Schneidvorgangs sendet. Während die CAM-Software alles programmiert, was im Voraus festgelegt werden kann, führt die CNC-Software das eigentliche Teileprogramm aus, sorgt für eine zeitlich präzise Ausführung der Bewegungen und Schneidvorgänge der Anlage, und reagiert auf Rückmeldungen der Schneidumgebung.

Die wichtigsten eingehenden Informationen für die CNC sind das Teileprogramm, die Feedbacksignale der Schneidanlage, des Tischs und der Höhenverstellung sowie die Schaltersignale der Bedienkonsole.

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