Die Gesamtbetriebskosten für eine Schneidanlage können durch viele Faktoren beeinflusst werden: Verschleißteile, Strom, Gas, Wartung usw.

Arbeitskosten sind in den meisten Teilen der Welt ebenfalls ein wichtiger Faktor, der die Betriebskosten beeinflusst; steigende Arbeitskosten und der Mangel an qualifizierten Fachkräften führen nach wie vor zu einer steigenden Nachfrage nach automatisierten Schneidlösungen. Um die Betriebskosten stärker zu optimieren, ziehen Sie eine Automationslösung in Betracht, die die folgenden Punkte reduziert oder abschafft:

  • Programmierung und Konfiguration der CNC
  • Nachbesserungen wie das Schleifen zur Vorbereitung für das Schweißen
  • Einsatz von mehreren Anlagen, um verschiedene Arbeiten durchführen, z. B. schneiden, markieren und fasenschneiden

Die Materialnutzung ist ein weiterer Faktor, der sich in den Betriebskosten niederschlägt. Obwohl man in einigen Fällen einen Teil der Kosten durch den Verkauf von Materialresten oder Restbeständen wieder wettmachen kann, ist es wesentlich besser, die Materialnutzung zu optimieren, damit erst gar nicht so viel Abfallmaterial anfällt. Die Materialnutzung wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst, vor allem durch die CAD/CAM-Software die die Verschachtelung der Teile festlegt und die Schneidbewegung vorgibt.

Bei der Berechnung der Betriebskosten ist es wichtig, nicht nur die Kosten pro Stunde zu ermitteln, sondern besonders die Stückkosten oder Kosten pro Fuß zu berücksichtigen. Warum? Eine Anlage, deren Betrieb etwa 17,96 EUR pro Stunde kostet, die jedoch lediglich zwei Teile pro Stunde produziert, ist nicht annähernd so effizient wie eine Anlage, die  17,96 EUR pro Stunde kostet, aber 100 Teile produziert.

Kosten pro Teil = Betriebskosten pro Stunde / Anzahl der produzierten Teile

Kosten pro Fuß = Betriebskosten pro Stunde / Fuß an geschnittenem Material

 

Eine noch detailliertere Bewertung der Betriebskosten erfordert eine gute Kenntnis der Gesamtkosten, die zur Produktion eines fertigen Teils anfallen. Das schließt nachgelagerte Prozesse zur Vorbereitung fürs Schweißen oder Lackieren bzw. sonstige Oberflächenbehandlungen für eine schöne Optik ein. Wenn nachgelagerte Prozesse – einschließlich der erforderlichen Anlagenzeit und Arbeitskosten – durch Verbesserungen am Schneidprozess reduziert werden können, können auch die Gesamtkosten pro Fertigteil gesenkt werden.

Ein Bereich der Schneidanlage, der häufig übersehen wird, ist die Leistung der Brennerhöhensteuerung (torch height control, THC).  Eine hochleistungsfähige Brennerhöhensteuerung unterstützt die automatische Prozesskonfiguration durch die CNC oder das Teileprogramm, um:

  • häufige Konfigurationsfehler zu reduzieren oder abzuschaffen
  • die Elektrodenabnutzung auszugleichen und die Standzeit der Verschleißteile zu maximieren
  • die korrekte Höhe für einen optimalen Schnittwinkel sicherzustellen
  • dank der Brennerkollisionserkennung den Brenner vor Schäden zu schützen

 

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