Unterschiedliche Schneidanwendungen erfordern unterschiedliche Schnittqualitätsgrade. Das kann unter Umständen wichtig sein, da der Käufer des fertigen Teils oder Produkts die Schnittkante sehen wird. In anderen Fällen ist die Schnittqualität wegen Ihrer Auswirkungen auf nachgelagerte Prozesse wie das Schweißen oder Lackieren von Bedeutung; dank schweißfertiger Schnitte ist eine Schweißvorbereitung nicht mehr erforderlich, die Produktion wird optimiert und die Arbeitskosten werden gesenkt. Es gibt auch Fälle, in denen die Schnittqualität nicht an erster Stelle steht, und der Bediener sich eventuell dafür entscheidet, zugunsten eines höheren Durchsatzes bei der Qualität Abstriche zu machen.

Die Schnittqualität wird durch mehrere Faktoren bestimmt, darunter:

  • Bewegung der Schneidanlage

  • Angemessenheit des Leistungsniveaus der Anlage für die Stärke des geschnittenen Materials

  • Verwendete Gase (oder Schleifmittel bei Wasserstrahlanlagen)

  • Angemessenheit der Anlageneinstellungen für die Verschleißteile des Schneidwerkzeugs

Bei einigen Verfahren, insbesondere beim autogenen Brennschneiden, ist die Fertigkeit des Bedieners vermutlich die wichtigste Variable für die Schnittqualität. Andere Verfahren sind nicht annähernd so stark von der Fertigkeit der Bediener abhängig, und wenn Prozesswissen in die Schneidsoftware integriert werden kann, wie z. B. mit der SureCut™ Technologie von Hypertherm,dann sinken die Anforderungen an den Bediener noch weiter.

Die Qualität eines Schnitts wird anhand der folgenden Eigenschaften bewertet:

  • Ausprägung des Winkels – ein Schnitt mit wenig ausgeprägtem oder ohne Winkel ist das beste Ergebnis

  • Schnittfuge oder Breite – eine kleinere Schnittfugenbreite ermöglicht feinere und präziser geschnittene Teile

  • Toleranz – engere Toleranzwerte bedeuten präzisere, konsequentere Schnitte

  • Größe der Wärmeeinflusszone – eine kleinere Wärmeeinflusszone bietet einen besseren Schutz der Integrität des Metalls und beeinflusst die Eignung anderer Verfahren wie des Schweißens und Gewindebohrens

  • Bartbildung – im Allgemeinen gilt, je weniger Bartbildung, desto besser (Bart ist Metall, das beim Schneiden schmilzt und an den Schnittkanten haften bleibt)

  • Kantenqualität – Glätte der fertigen Oberfläche
    Edge quality

  • Leistung der Brennerhöhensteuerung (THC)

 

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